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Wer entscheidet im Notfall? Wichtige rechtliche Aspekte für Senioren und Angehörige

  • Autorenbild: Christian Neher
    Christian Neher
  • 11. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

Notfälle können unerwartet eintreten

Im Leben gibt es Situationen, in denen Entscheidungen schnell getroffen werden müssen – oft dann, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, diese zu treffen. Das gilt besonders im Notfall, etwa bei einem Unfall, einer schweren Krankheit oder einer plötzlichen Veränderung der gesundheitlichen Verfassung. In solchen Momenten ist es entscheidend, dass klare rechtliche Vorsorge getroffen wurde, um sicherzustellen, dass die eigenen Wünsche auch dann berücksichtigt werden, wenn man nicht mehr in der Lage ist, diese auszudrücken.


Doch wer entscheidet im Notfall? Und wie kann man sicherstellen, dass die eigenen Entscheidungen auch dann noch respektiert werden, wenn man selbst nicht mehr sprechen oder handeln kann? In diesem Beitrag erklären wir, welche rechtlichen Aspekte für Senioren und Angehörige wichtig sind, um Notfallentscheidungen klar und verbindlich zu regeln.


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Wer entscheidet im Notfall? – Die wichtigsten Akteure

Im Falle eines Notfalls, etwa nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung, ist es wichtig zu wissen, wer die rechtlichen Entscheidungen trifft, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Hier spielen Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen eine zentrale Rolle.


1. Die Person des Vertrauens – Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht erlaubt es einer bestimmten Person, im Falle einer Handlungsunfähigkeit alle rechtlichen Entscheidungen für einen zu treffen. Diese Person wird im Vorfeld ausgewählt und bevollmächtigt, in einem Notfall Entscheidungen in Ihrem Namen zu treffen. Wichtig ist, dass diese Person Ihr Vertrauen genießt und in der Lage ist, Ihre Wünsche und Vorstellungen angemessen umzusetzen.


2. Medizinische Entscheidungen – Patientenverfügung

In vielen Fällen sind es medizinische Entscheidungen, die im Notfall getroffen werden müssen, etwa zur Lebensverlängerung oder zum Abbruch von Behandlungen. Mit einer Patientenverfügung können Sie Ihre Wünsche hinsichtlich medizinischer Behandlungen im Voraus festlegen. Dies betrifft beispielsweise, ob Sie in einem bestimmten Zustand wiederbelebt werden möchten oder welche Maßnahmen Sie in einer palliativmedizinischen Situation wünschen.


3. Die Rolle von Angehörigen und Ärzten

Wenn keine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung vorliegt, sind es oft Angehörige oder der behandelnde Arzt, die im Notfall Entscheidungen treffen. Angehörige haben jedoch in vielen Fällen nicht die rechtliche Befugnis, Entscheidungen ohne vorherige gerichtliche Genehmigung zu treffen, es sei denn, sie wurden als gesetzliche Vertreter eingetragen. Ärzte können, wenn keine spezifischen Wünsche vorliegen, aufgrund der medizinischen Notwendigkeit Entscheidungen treffen, allerdings können sie nur dann handeln, wenn keine klaren Anweisungen bestehen.


Wie können Senioren rechtzeitig Vorsorge treffen?

Um sicherzustellen, dass die eigenen Wünsche im Notfall berücksichtigt werden, sollten Senioren und ihre Angehörigen frühzeitig rechtliche Vorsorge treffen. Die wichtigsten Dokumente, die dabei helfen, sind die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung.


1. Vorsorgevollmacht erstellen

In einer Vorsorgevollmacht benennen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die im Falle einer Handlungsunfähigkeit für Sie entscheiden können. Diese Person hat dann die rechtliche Befugnis, in Ihrem Namen zu handeln – sei es im Bereich der finanziellen Verwaltung oder im Hinblick auf medizinische Entscheidungen.


2. Patientenverfügung festlegen

Die Patientenverfügung ist speziell auf Ihre medizinischen Wünsche ausgerichtet. Sie legt fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie in bestimmten Situationen wünschen oder ablehnen. Hier können Sie detailliert angeben, ob Sie in einem kritischen Zustand beispielsweise eine Beatmung, Wiederbelebung oder Palliativpflege wünschen.


3. Dokumente regelmäßig überprüfen

Es ist wichtig, dass diese Dokumente regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden, da sich Wünsche und Lebensumstände ändern können. Denken Sie daran, Ihre Bevollmächtigten regelmäßig über etwaige Änderungen Ihrer Entscheidungen zu informieren.


Unterstützung durch die private Spitex im Notfall

Im Falle einer Notfallsituation kann die private Spitex in Bern, Basel und Biel eine wertvolle Unterstützung bieten. Wir begleiten Sie nicht nur in der Pflege, sondern auch dabei, Ihre rechtlichen Entscheidungen in der Notfallsituation zu respektieren.


So können wir Sie unterstützen:
  • Beratung zur Vorsorgeplanung: Wir helfen Ihnen, rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu erstellen und Ihre Wünsche zu dokumentieren.

  • Unterstützung im Notfall: Wenn Sie bereits Pflegeleistungen von uns erhalten, stellen wir sicher, dass im Notfall Ihre vorher festgelegten Wünsche beachtet werden.

  • Kommunikation mit Ärzten und Angehörigen: Bei Bedarf übernehmen wir die Kommunikation mit Ihren Angehörigen und Ärzten, um sicherzustellen, dass Ihre Entscheidungen respektiert werden.


Kontaktieren Sie uns für Unterstützung bei der Vorsorgeplanung

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie sich rechtlich absichern können und welche Dokumente für Sie sinnvoll sind? Unsere Experten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um sicherzustellen, dass Ihre Wünsche in jeder Situation gewahrt bleiben.


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